Es herrscht die landläufige Meinung, dass man beim ersten Anzeichen von Durchzug in den feinstofflichen Körpern sofort um Hilfe rufen muss. Aber seien wir ehrlich: Manchmal ist der Besuch bei einem Spezialisten kein Schritt zur Rettung, sondern eine raffinierte Art des Selbstmords jener gemütlichen Persönlichkeit, die Sie über Jahre hinweg so liebevoll aufgepäppelt haben.
Meine langjährige Erfahrung in Schamanismus und Energiepraktiken sowie in Psychologie und Coaching hat mich eine zynische Wahrheit gelehrt: Nicht jede Tür sollte man öffnen - besonders dann nicht, wenn man nicht bereit ist, zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Es gibt Momente, in denen es nicht nur zu früh ist, mich zu kontaktieren, sondern schlichtweg schädlich.
1. Die Angst vor dem „Schmetterlingseffekt“
Viele wollen „das Schicksal korrigieren“, während sie gleichzeitig das vertraute Sofa und den alten Satz bequemer, toxischer Gewohnheiten behalten möchten. Das funktioniert nicht. Wenn wir die Arbeit beginnen, werden Sie sich unweigerlich verändern. Und die Folgen dieser Veränderung können für Ihr derzeitiges Umfeld vernichtend sein.
Sie werden neue Ideen entwickeln, andere Wünsche und - was am schlimmsten ist - einen unerträglichen Drang nach Würde verspüren. Sie werden plötzlich feststellen, dass Sie es nicht mehr hinnehmen können, wie Ihr Chef mit Ihnen spricht oder wie Ihr Partner die Füße an Ihnen abtritt. Sie werden „unbequem“. Wenn Ihnen Ihr Sumpf am Herzen liegt, sollten Sie niemanden einladen, der ihn trockenlegt, um dort etwas Neues zu bauen.
„Die Welt ist ein Spiegel, aber wenn dein Gesicht schief ist, gib nicht dem Spiegel die Schuld“, deuteten die Klassiker an. Doch wenn wir das Gesicht gerade rücken, könnte der alte Spiegel vor kognitiver Dissonanz einfach zerspringen.
2. Beichte ins Leere
Wenn Ihr Ziel lediglich darin besteht, sich auszusprechen und der Welt (und mir im Besonderen) mitzuteilen, wie ungerecht diese Ebene des Daseins ist - halten Sie inne. Dafür gibt es Bars, altbewährte Freunde oder, im schlimmsten Fall, zufällige Mitreisende im Regionalexpress nach der Weg zum Arsch der Welt. Das ist billiger, und der Effekt des „sozialen Streichelns“ bleibt derselbe.
Ich arbeite nicht mit dem Text Ihrer Beschwerden, sondern mit der Architektur Ihrer Zustände. Zu mir sollte man kommen, wenn das Bedürfnis nach Veränderung den Wunsch nach Erzählen überwiegt. Wenn Sie nicht bereit sind, selbst Hand an den Hebel Ihrer Transformation zu legen, wird unsere Interaktion zu einer reinen Zeitverschwendung, garniert mit magischer Kulisse. Meine Wards wissen: Dieser Prozess erfordert Handeln, nicht nur Reflexion.
3. Das Prinzip des funktionierenden Mechanismus
„Kratz nicht, wo es nicht juckt“ - das ist nicht nur Volksweisheit, sondern eine Sicherheitstechnik. Wenn in Ihrem Leben im Großen und Ganzen alles stabil ist, die Räder greifen und die Dämonen in ihren Käfigen schlafen, dann lassen Sie sie in Frieden.
Sicherlich sind präventive Maßnahmen wichtig, aber manchmal erinnert die übermäßige Neugier auf die eigenen Abgründe an den Versuch, ein funktionierendes Schweizer Uhrwerk mit der Axt zu zerlegen, nur um zu sehen, „wie das da drinnen so läuft“. Natürlich hat jede Erfahrung ihre Existenzberechtigung. Sogar in parallelen Wahrscheinlichkeitszweigen könnten Sie glücklicher sein, aber lohnt es sich wirklich, an den Fäden der Realität zu ziehen, solange das Gewebe noch fest ist?
Das Fazit ist simpel: Wenn Sie reif genug sind, kein Zuschauer mehr in Ihrem eigenen Schattentheater zu sein, und bereit dafür sind, dass die alten Kulissen einstürzen könnten - dann haben wir eine Gesprächsgrundlage. Die Veränderung des Selbst erfordert eine gesunde Portion Wahnsinn und Entschlossenheit.
Ihr D.O.C.

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